Autor: strubbelkoeter (Seite 3 von 3)

Mecker-Mama ist immer zu Hause

(Lesezeit: ca. 5 Minuten)

# Mama ist immer zu Hause

Wenn man meine Kinder fragt, was Mama denn so arbeitet, werden sie vermutlich sagen: »Mama arbeitet nicht. Die ist immer zu Hause.« Das müssen sie auch denken. Ich bin zu Hause, um sie zu wecken, damit sie rechtzeitig in die Schule zu kommen. Ich bin zu Hause, wenn sie aus der Schule kommen und zu Mittag essen möchten. Ich bin zu Hause, wenn für Klassenarbeiten geübt, schwierige Hausaufgaben erledigt oder Vokabeln abgefragt werden müssen. Ich bin nachmittags zu Hause, um Fahrdienste zu Sport oder Freunden zu leisten (und zur Logo, zur Ergo, zur Nachhilfe). Dass ich morgens um vier Uhr aufstehe, zur Kaffeemaschine wanke und arbeite, damit ich Zeit für sie habe, ist ihnen nicht klar.

# Meckern, immer nur meckern!

Aus Sicht meiner Kinder bin ich übrigens hauptsächlich aus rein sadistischen Gründen zu Hause, nämlich, um mit ihnen zu meckern. Weil die Milch nicht in den Kühlschrank zurückgestellt wurde, weil die Ranzen mitten Flur stehen oder Inhalte von Brotdosen über die Sommerferien hinweg im Ranzen vor sich hin gegammelt haben (die spannendste Transformation hatte eine Mandarine vollzogen, die ich eines Frühsommers zufällig in den Tiefen des töchterlichen Ranzens aufgespürt hatte; zum Glück geschah diese Metamorphose in einem Klarsichtbeutel…).

Ja, Mütter meckern für ihr Leben gern und oft und oft auch laut. Das ist ihre absolute Lieblingsbeschäftigung. Um des Meckerns willen sind sie überhaupt nur Mutter geworden. Das glauben jedenfalls meine Kinder. Aber tatsächlich meckere ich ganz und gar nicht gern. Ganz ehrlich: Wenn ich gewusst hätte, wie viel ich meckern muss, dann wäre ich Vater geworden, den ganzen Tag außer Haus und würde abends die lieben Kleinen ins Bett bringen. Oder überhaupt grundsätzlich erst dann kommen, wenn sie schon schlafen. Sie sind so süß, wenn sie schlafen.

# Homeoffice, wie toll?

Wann bin ich sonst noch zu Hause? Ach ja, wie gesagt, ich arbeite dort. Für Geld. Nicht, was Sie jetzt denken. Ich habe noch einen bezahlten Job. 30 Stunden. Den mache ich auch irgendwann. Ja, klar, wenn die Kinder in der Schule sind. Stimmt. Das reicht aber nicht aus, um 30 Stunden zu füllen (außerdem möchte mein Rücken mindestens dreimal die Woche zum Krafttraining, und die Hunde wollen ihre täglichen Runden).

So stehe ich also praktisch jeden Morgen um vier Uhr auf, damit ich in Ruhe arbeiten kann, bis es Zeit für den Weck- und Brotdosen-Dienst ist. Und abends nach Zapfenstreich bin ich noch die eine oder andere Stunde fleißig, wenn ich nicht zu müde dafür bin. Manchmal muss ich auch am Wochenende noch eine kleine Schicht einschieben, wenn ich nicht alles geschafft habe. Zum Glück kann ich mir meine Zeit völlig frei einteilen, ich habe Abgabetermine zu halten, der Rest ist wurscht.

# Immer auf dem Sprung

Wenn morgens alle aus dem Haus sind, bin ich also bereits vier Stunden auf den Füßen, habe locker 2500 Schritte auf der Uhr; Klos und Waschbecken sind dann geputzt, Betten gemacht, der Geschirrspüler ist ausgeräumt, die Küche aufgeräumt, gesaugt und gewischt. Die Waschmaschine läuft. Dann stürze ich mit den Hunden in den Wald, sause zurück, schwinge mich aufs Rad oder ins Auto – zum Rückensport, Einkaufen oder zu sonstigen Terminen. Ständiger Zeitdruck lastet auf meinen Schultern, denn um halb zwei muss das Essen auf dem Tisch stehen.

# Ich wäre dann gern mal weg…

Manchmal finde ich es schrecklich schade, dass ich nicht mehr außerhalb arbeite. Zum Beispiel, wenn meine nebenan wohnende Mutter reinschneit und irgendetwas von mir will. Oder es ganz selbstverständlich findet, dass ich sie vormittags zum Arzt oder zum Friseur bringe, während sie sich doch locker ein Taxi leisten könnte – und massenhaft Zeit hat, die mir chronisch fehlt. Außerdem wird auch gern der Mittagstisch in der Casa filia angenommen. Dass ich manchmal vor lauter Zeitmangel, aber durch meinen Anspruch, frisch und gesund zu kochen, ganz schön unter Druck stehe, fällt meiner Mutter nicht auf. Schließlich hat sie das früher auch alles für uns gemacht. Dass sie aber nur ein Kind und keinen Job hatte, hat sie wohl vergessen. Wie sehr würde ich mich freuen, wenn sie, die sonst absolut nichts zu tun hat, wenigstens ab und zu mal Kartoffeln schälen könnte. Oder den Tisch decken.

Ach ja, das sind schon Momente, in denen ich gern mit meinen Kolleginnen zusammen die Mittagspause genießen würde.
Oder wenn diese Horroranrufe aus Schule und Kindergarten kommen. Sie beginnen immer mit folgenden Worten: »Bekommen Sie jetzt keinen Schreck!« Sehr lustig. Papa im Großstadtbüro bekommt nie solche Anrufe. Immer nur im Nachhinein von mir die Info, wenn die Wunden bereits genäht, die Tränen getrocknet und persönliche Schockzustände verwunden sind.

# Zu Hause ist es am allerschönsten, wenn…

Aber wenn mein Kleiner nach der Schule vor der Tür steht und ich ihm sofort ansehe, dass etwas nicht stimmt, er sich in meine Arme wirft und losschluchzt, weil er im Schulbus oder auf dem Pausenhof geärgert worden ist, dann bin ich froh, dass ich zu Hause bin.

Oder die Große schwer übellaunig nach Hause geradelt kommt, und erst einmal loswerden muss, wie blöd und unverschämt Fußgänger sind. Manchmal hat sie auch gute Laune und berichtet, was Max wieder Ulkiges im Unterricht angestellt hat oder wie sie den Mathelehrer ausgesperrt haben.

Solche Momente sind unbezahlbar und bleiben als wohligwarmes Gefühl im Herzen. Oder wenn meine französische Freundin mit Sohn und Kerl mittags mit uns am Tisch sitzt und südländisches Temperament durchs Haus weht und geplappert, geschnattert und gelacht, manchmal auch musiziert wird. Dann finde ich es einfach wunderbar, dass ich zu Hause bin.

Claudia Stieglmayr

Leib-und-Seelen-SPEISE

#Vom hektischen Familienalltag, schlauer Planung und köstlichem Essen

Der Alltag mit Kindern ist oftmals stressig. Was soll Mutti also tun, um trotz aller Hetzerei mittags eine gesunde und ausgewogene warme Mahlzeit auf den Tisch zu stellen, wenn die Kinder hungrig aus der Schule kommen und sie selbst vielleicht erst kurz vor ihnen daheim ist?

#Die perfekte Speisekarte

Zunächst einmal ist eine gute Planung das A und O. Am besten nimmt man sich am Freitag eine halbe Stunde Zeit und plant die Speisekarte für die kommende Woche, aus der sich dann automatisch die Einkaufsliste ergibt. Wenn die gesamte Familie mitmacht – vielleicht bei Kakao und Keksen –, können auch individuelle Wünsche berücksichtigt werden, und jeder bekommt mal sein Lieblingsessen auf den Teller.

Rezepte herauszusuchen ist heutzutage kinderleicht, im Internet gibt es diverse Seiten wie etwa »Chefkoch« oder »Kochbar«. In den meisten Haushalten ist auch mindestens ein Kochbuch im Bücherschrank vorhanden. Ich persönlich nutze beides. Ich schätze den Vorteil der schnellen Verfügbarkeit im Internet, wenn man ein ganz konkretes Rezept sucht oder ein paar Zutaten schon zu lange im Kühlschrank wohnen und verkocht werden sollen, ehe sie verderben. Aber gleichzeitig liebe ich es sehr, mir meine Kochbücher zu schnappen, darin zu blättern und mich inspirieren zu lassen.

#Meine Lieblingskochbücher von Gräfe und Unzer (GU)

Zu diesem Zweck nutze ich vorwiegend die Kochbücher von Gräfe und Unzer (GU). Sie zeichnen sich durch ihr ansprechendes und modernes Design aus, die Rezepte verlangen nicht zu viele einzelne Zutaten und sind übersichtlich erklärt. Überdies benötigt man keine virtuosen Kochkünste. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages werden an dieser Stelle von mir nachgekochte und für gut befundene Rezepte von Gräfe und Unzer vorgestellt – mit meinen Fotos, Verweis und Verlinkung zum Buch.

Diese sogenannten Affiliate-Links findet Ihr unter den einzelnen Artikeln. Wollt Ihr also das entsprechende Buch kaufen, klickt Ihr einfach auf den entsprechenden Amazon-Button. Dann bekomme ich ein paar Cent Provision, wobei Euch natürlich keine Extrakosten entstehen.

#BRING!

Jetzt geht es ans Einkaufen. Am besten nutzt Ihr für die Einkaufsliste eine entsprechende App auf dem Smartphone, denn das Handy begleitet uns zumeist überall hin, sodass die Einkaufsliste immer dabei ist, falls zwischendurch ein winziges Zeitfenster für den Einkauf entsteht. Das ist superpraktisch, und das Ärgern über den daheim auf dem Tisch liegenden Einkaufszettel entfällt. Ich nutze die App »Bring!« Diese App hat neben diversen Listen, die man erstellen kann, auch den Vorteil, dass mehrere Personen sie gleichzeitig einsehen können. So hat auch Papa auf dem Heimweg von der Arbeit die Chance, für die Familie das aktuell Benötigte zu besorgen, und die Ausrede »Ich wusste ja nicht, was…« zieht nicht mehr.

Inzwischen habe ich ziemlich viele Karten von Drogerien, vom Tierbedarfshandel, von Apotheken und was weiß ich noch gesammelt. Mit »Bring!« habe ich diese Karten eingescannt, sodass mein Portemonnaie nicht mehr aus allen Nähten platzt, was ich ziemlich praktisch finde.

Ideal und insgesamt zeit- und geldsparend ist ein Wocheneinkauf, wenn man den entsprechenden Speicherplatz im Kühlschrank hat. Das hat für mich persönlich den unschlagbaren Vorteil, dass ich nur einmal in der Woche in Versuchung komme, Dinge zu kaufen, die nicht auf der Liste stehen (Schokolade und so…).

#Es kann losgehen!

Jetzt ist alles im Haus, und der Kochspaß kann losgehen. Seit ich nicht mehr noch am späten Vormittag darüber grüble, was ich kochen soll (es ist sogar vorgekommen, dass ich schon Zwiebeln und Knoblauch in der Pfanne hatte und immer noch nicht genau wusste, was ich kochen werde!), bin ich auch viel weniger gestresst. Und das ist doch für Mütter das Allerwichtigste, es gibt schließlich zwischen »Aufräumen« und »Zähneputzen« tagtäglich reichlich stressende Themen.

Claudia Stieglmayr

Bitte recht freundlich!

Peanut am Wegesrand

Unser Hundegang heute war überraschend erfreulich. Sonntags sind recht häufig hundelose Menschen im Wald unterwegs, wir nennen sie scherzhaft „Illegale“. Illegale sind ganz oft sehr schlecht auf Hunde und deren Halter zu sprechen, grundsätzlich übellaunig und reagieren entsprechend offensiv-aggressiv. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Ich bin freundlich zu allen. Das ist gut so und bleibt auch so.

Wann immer Peanut, Musha (meine Europäischen Schlittenhunde) und ich solchen Illegalen im Wald begegnen, stellen wir uns an den Wegesrand, und die Hunde setzen sich auf Handzeichen neben mich, damit die Passanten unbelästigt und angstfrei passieren können. Damit wollen wir – also ich – ein Zeichen setzen, ein bisschen gegen den schlechten Ruf der Hundehalter arbeiten und für gegenseitige Rücksichtnahme werben. Und auf Fragen auch gern erklären, »Warum Hunde Radfahrer und Jogger jagen«.

Bestenfalls verlaufen solche Begegnungen also schweigend, außer mir grüßt keiner freundlich mit »Moin«, mir wabern mürrische Blicke aus missbilligenden Gesichtern entgegen. Aber heute war es anders!

»Die sind aber gut erzogen!«, sagte der Vater der vierköpfigen Familie mit zwei kleineren Kindern und lächelte mir zu. Wenig später kam mir ein hundeloses älteres Paar entgegen, bedankte sich für unser An-die-Seite-Stellen und krönte diese Begegnung mit: »Die sind aber brav!« Einen Kilometer weiter trafen wir eine weitere wandernde Familie. »Wir sind ganz entspannt mit Hunden«, sagte der Vater, »aber trotzdem danke.« Wenig später wurden wir von einem Jogger überholt, weitere Sonntagspaziergänger folgten. Sie alle bedankten sich und grüßten freundlich, und manche wechselten noch ein paar Worte mit mir. Ich war ganz beseelt.

Zum krönenden Abschluss der Hunderunde, ganz kurz vor unserem Zuhause, wich ich in eine Einfahrt aus, damit ein älteres Ehepaar passieren konnte. »Keine Angst, wir beißen nicht!«, rief der Mann und lachte mich freundlich an. »Wir auch nicht!«, gab ich zurück. »Meistens.«

Moin!

»Du brauchst einen Blog!«, hat meine Freundin mit Nachdruck gesagt. Das ist Monate her. Warum sie sich da so sicher war, hat sie nicht erwähnt. So ist sie. Sie sät die Saat, keimen muss sie von allein. Nun ist es so weit, jetzt blogge ich, und das hier ist mein allererster Beitrag, verbunden mit großem Dank an indigo-blau.de, an Andrea, die mich inspiriert hat und selbst die allerbeste Reiseblog-Seite betreut, die ich mir vorstellen kann. Klickt mal rein!



Herzlich willkommen!

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